Direkt zum Hauptbereich

Schmetterlinge im Winter - Sarah Jio

Kailey erwartet ein maßgeschneidertes Leben inklusive perfektem Verlobten, Traumjob und finanziellem Wohlstand. Doch wie jeder andere hat auch sie eine Vergangenheit und ihr geliebtes Seattle birgt so manches Geheimnis, das unaufhaltsam an die Oberfläche gelangt.

Stell dir vor, du hast einen Exfreund, den du über alles geliebt hast. Doch das Leben und seine Veränderungen haben euch auseinander gebracht. Du hast ihn nie vergessen und auch wenn du inzwischen verlobt bist, denkst du noch hin und wieder an ihn. Was wohl aus ihm geworden ist?
Und dann siehst du eines Abends vor dem Restaurant in dem du gerade gegessen hast einen Obdachlosen, der deinem Ex nicht nur ähnlich sieht - nein, es ist dein Ex.
Diese Erfahrung macht die Protagonistin in Sarah Jios Roman Schmetterlinge im Winter. Sie beschließt, ihrer verflossenen Liebe Cade zu helfen und  ihrem Verlobten Ryan wiederum nichts davon zu erzählen. Beim Lesen begeben wir uns auf eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart, Liebe und Schmerz.
Die Erwartungen, die das Cover hervorruft werden in diesem Buch ganz klar erfüllt. Wer allergisch gegen Kitsch ist, sollte hiervon vielleicht die Finger lassen. Was ich leider ebenfalls anmerken muss, ist, dass es mir persönlich in der Geschichte an Tiefgang gefehlt hat. Ein paar weniger Klischees hätten der Handlung sicherlich auch keinen Abbruch getan. Trotzdem hatte ich das Buch ziemlich zügig durch, was bei mir immer ein gutes Zeichen ist. Ich konnte mir den ganz eigenen Charme von Seattle sehr gut vorstellen und auch den Verlauf der Handlung fand ich schlussendlich zufriedenstellend (wenn auch vorhersehbar). Ein schönes Wohlfühl-Buch für kalte, verregnete Tage mit einer schönen Botschaft.
Herzlich bedanken möchte ich mich beim Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Well that escalated quicklly...

Kürzlich habe ich mich aufgerafft und den Rest des Buches "Never loved before" von Monica Murphy gelesen, welches der Auftakt einer neuen Reihe ist. Der Klappentext verspricht eine seichte Liebesgeschichte, die ich beim Kauf natürlich auch erwartet habe. Um dies einmal vorweg zu sagen: ich habe nichts dagegen, wenn Bücher mich mit ihrem Inhalt überraschen, wenn mehr drin steckt, als man eigentlich erwartet hatte... Neben der Liebesgeschichte von Katie und Ethan ist eine zweite Thematik in diesem Buch von großer Bedeutung. Schonungslos und in allen Einzelheiten wird hier ein Verbrechen geschildert, bei dem es einem kalt den Rücken herunter läuft. Die Aufteilung von Gegenwart und Vergangenheit fand ich sehr gelungen. Die Entscheidung, dem Leser ein solches Thema parallel zu einer Romanze näher bringen zu wollen, fand ich allerdings schon von Beginn an etwas fragwürdig. Auf der einen Seite nimmt der "schockende" Teil dem Romantischen seine unschuldige Liebenswürd...

Ungreifbar, vielschichtig, besonders

Bei kaum einem anderen Buch wusste ich weniger, wie ich es beschreiben soll, wie ich in wenigen Sätzen vermitteln kann, was es aussagt. Trotzdem möchte ich den Versuch wagen, etwas Ungreifbares (meiner Meinung nach) zu greifen. Also, worum geht's? Ein deutsches Dorf am Fuße eines Berges gerät in eine Krise. Nachdem dieser lange Zeit für Arbeit und vor allem Identität sorgte, steht das Bergwerk still. Das resultiert vor allem aus dem Artikel eines Journalisten, der feststellt, dass der Berg einsturzgefährdet ist und das Dorf unter sich begraben könnte. Ein Großteil der Anwohner verlässt das Dorf. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung möchte das sinkende Schiff nicht verlassen. Armut, Einsamkeit und Monotonie bestimmen fortan den Alltag der Menschen, bis eines Tages der allseits bekannte Martin verunglückt und Regionalmanager Merih im Dorf auftaucht. Dieser hat den Auftrag, auch die letzten Anwohner umzusiedeln. Aber bevor er das tun kann, muss er Teil der Gemeinschaft werden... Es...

Erster Thriller-Ausflug: Die Rivalin von Robotham

Mit einem leichten Anflug von Angst und Respekt habe ich zu diesem Buch gegriffen. Ich bin nun wirklich kein Thriller-Leser aber Die Rivalin hat mich dann doch bekommen. Nachdem das Buch regelmäßig in Booktube hochgehalten wurde und es dann in der Buchhandlung direkt vor mir stand, dachte ich mir: Wie verstörend kann es schon werden? Tja. Tatsächlich war der erste Teil ziemlich schonend. Es wird abwechselnd aus Agathas und aus Meghans Perspektive erzählt. Beide leben in London und können unterschiedlicher kaum sein. Agatha kommt aus einer zerrütteten Familie, ist alleinstehend und hält sich mit einem Supermarktjob über Wasser. Meghan ist verheiratet, wohlhabend und Mutter zweier Kinder. An Agathas Arbeitsplatz treffen die Beiden regelmäßig aufeinander, was aber nur eine von ihnen wirklich registriert. Robotham zeichnet hier ein sehr realistisches Bild: Agatha hält Meghans Leben für perfekt, was es nach außen hin auch ist. Sieht man das ganze aus Meghans Perspektive, ist es das mi...