Erst kürzlich beendet habe ich Believe me von J P Delaney und es hatte seine Stärken und Schwächen. Der Fairness halber hat das Buch aber ein großes Lob verdient, denn es hat mich wirklich an der Nase herum geführt. Aber dazu später mehr.
In der Geschichte begleiten wir Claire, eine junge attraktive Frau, die Schauspiel in New York studiert. Bereits von klein auf hatte sie es nicht leicht: als Waise wuchs sie in Pflegefamilien auf und musste sich stets allein durchkämpfen. Ihr großes Talent erlaubte es ihr zwar, in ihrem Heimatland England erste Erfolge als Schauspielerin zu verbuchen, doch auch das ging nicht lange gut. Aus diesem Grund hofft sie in Amerika auf eine zweite Chance. Da sie kein Anrecht auf eine Greencard hat, aber ihr Stipendium nicht für ihre Unterkunft und andere Ausgaben ausreicht, gerät Claire in eine missliche Lage. Um etwas Geld zu verdienen, beginnt sie mit einem ehemaligen Polizisten zusammen für eine Anwaltskanzlei zu arbeiten. Genauer gesagt soll sie für Ehefrauen die Treue ihrer Männer testen, indem sie diese scheinbar zufällig trifft und sich für eine Prostituierte ausgibt.
Claire fühlt sich bei diesen Jobs nicht wohl, ist aber auf das Geld angewiesen und versucht ihre Aufträge als gute Schauspielübungen zu verbuchen.
Bei ihrem nächsten Auftrag trifft Claire auf eine besonders unruhige und verängstigte Ehefrau, die sie vor ihrem Mann warnt. Dieser allerdings geht nicht auf die junge Frau ein und lässt sie in einer Bar stehen.
Die Ehefrau ist keineswegs erfreut über seine Reaktion und gerät mit Claire aneinander. In der selben Nacht wird die verängstigte Frau ermordet und Claire wird zunächst verdächtigt.
Gerade als sie denkt, die Geschichte hinter sich lassen zu können, kommt einer der Ermittler mit einem einmaligen Angebot auf sie zu...
Das Buch hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich unkompliziert lesen lässt. Des öfteren gibt es Einschübe, in denen Szenen wie in einem klassischen Drama ausgeschrieben sind (mit Regieanweisung, Angaben zum Setting etc.), was für Abwechslung sorgt.
Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass mir folgende Dinge nicht gefallen haben: die Protagonistin Claire war für mich nicht sehr authentisch, ich hatte kein klares Bild von ihr vor Augen. Das hängt natürlich auch mit der Geschichte zusammen, dennoch hätte ich sie gerne besser kennengelernt. Ich hatte leider hin und wieder das Gefühl, in der Geschichte verloren gegangen zu sein und vergeblich darauf warten zu müssen, dass mich jemand abholt. Auch das ist/ könnte ein beabsichtigtes Element der Geschichte sein, aber für mich war es etwas zu viel, etwas zu wirr und hat der Genialität des Buches eher geschadet.
Nun aber zu positiveren Dingen. Die Stimmung, die Delaney erzeugen konnte, fand ich wunderbar bedrückend, gehetzt, krankhaft - eben genau das, was man von einem Thriller erwartet. Ich habe das Buch in maximal 24 Stunden durchgelesen. Denn es gibt einen gewissen Teil, der gar nicht mal so kurz ist und der einen (oder zumindest mich) ziemlich verwirrt. Ich hatte sehr viele Fragezeichen im Kopf, konnte mir nicht vorstellen, wie das Buch denn jetzt ausgehen soll, wie man sowas jemals wieder auflösen soll, wie das Buch zu einem für mich akzeptablen Ende kommen soll etc. Ich hatte zuerst eine Vorahnung gehabt, wie es ausgehen könnte (und dann auch ausgegangen ist), aber habe dies verworfen, weil es irgendwann nicht mehr wahrscheinlich schien.
Das Buch hat mich also gekriegt, was wirklich selten vorkommt und somit ist es für mich ein gutes Buch.
Herzlich bedanken möchte ich mich beim Bloggerportal, das mir das Buch als Rezensionsexemplar zukommen lassen hat. Die Bereitstellung hat meine Meinung nicht beeinflusst.
In der Geschichte begleiten wir Claire, eine junge attraktive Frau, die Schauspiel in New York studiert. Bereits von klein auf hatte sie es nicht leicht: als Waise wuchs sie in Pflegefamilien auf und musste sich stets allein durchkämpfen. Ihr großes Talent erlaubte es ihr zwar, in ihrem Heimatland England erste Erfolge als Schauspielerin zu verbuchen, doch auch das ging nicht lange gut. Aus diesem Grund hofft sie in Amerika auf eine zweite Chance. Da sie kein Anrecht auf eine Greencard hat, aber ihr Stipendium nicht für ihre Unterkunft und andere Ausgaben ausreicht, gerät Claire in eine missliche Lage. Um etwas Geld zu verdienen, beginnt sie mit einem ehemaligen Polizisten zusammen für eine Anwaltskanzlei zu arbeiten. Genauer gesagt soll sie für Ehefrauen die Treue ihrer Männer testen, indem sie diese scheinbar zufällig trifft und sich für eine Prostituierte ausgibt.
Claire fühlt sich bei diesen Jobs nicht wohl, ist aber auf das Geld angewiesen und versucht ihre Aufträge als gute Schauspielübungen zu verbuchen.
Bei ihrem nächsten Auftrag trifft Claire auf eine besonders unruhige und verängstigte Ehefrau, die sie vor ihrem Mann warnt. Dieser allerdings geht nicht auf die junge Frau ein und lässt sie in einer Bar stehen.
Die Ehefrau ist keineswegs erfreut über seine Reaktion und gerät mit Claire aneinander. In der selben Nacht wird die verängstigte Frau ermordet und Claire wird zunächst verdächtigt.
Gerade als sie denkt, die Geschichte hinter sich lassen zu können, kommt einer der Ermittler mit einem einmaligen Angebot auf sie zu...
Das Buch hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich unkompliziert lesen lässt. Des öfteren gibt es Einschübe, in denen Szenen wie in einem klassischen Drama ausgeschrieben sind (mit Regieanweisung, Angaben zum Setting etc.), was für Abwechslung sorgt.
Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass mir folgende Dinge nicht gefallen haben: die Protagonistin Claire war für mich nicht sehr authentisch, ich hatte kein klares Bild von ihr vor Augen. Das hängt natürlich auch mit der Geschichte zusammen, dennoch hätte ich sie gerne besser kennengelernt. Ich hatte leider hin und wieder das Gefühl, in der Geschichte verloren gegangen zu sein und vergeblich darauf warten zu müssen, dass mich jemand abholt. Auch das ist/ könnte ein beabsichtigtes Element der Geschichte sein, aber für mich war es etwas zu viel, etwas zu wirr und hat der Genialität des Buches eher geschadet.
Nun aber zu positiveren Dingen. Die Stimmung, die Delaney erzeugen konnte, fand ich wunderbar bedrückend, gehetzt, krankhaft - eben genau das, was man von einem Thriller erwartet. Ich habe das Buch in maximal 24 Stunden durchgelesen. Denn es gibt einen gewissen Teil, der gar nicht mal so kurz ist und der einen (oder zumindest mich) ziemlich verwirrt. Ich hatte sehr viele Fragezeichen im Kopf, konnte mir nicht vorstellen, wie das Buch denn jetzt ausgehen soll, wie man sowas jemals wieder auflösen soll, wie das Buch zu einem für mich akzeptablen Ende kommen soll etc. Ich hatte zuerst eine Vorahnung gehabt, wie es ausgehen könnte (und dann auch ausgegangen ist), aber habe dies verworfen, weil es irgendwann nicht mehr wahrscheinlich schien.
Das Buch hat mich also gekriegt, was wirklich selten vorkommt und somit ist es für mich ein gutes Buch.
Herzlich bedanken möchte ich mich beim Bloggerportal, das mir das Buch als Rezensionsexemplar zukommen lassen hat. Die Bereitstellung hat meine Meinung nicht beeinflusst.
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